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14.04.05
Luzern steht als erster Finalist fest


Bild Story Erstmals seit 1994 (Schaffhausen) steht wieder ein Unterklassiger im Schweizer Cupfinal: Der FC Luzern gewann überraschend den ersten Halbfinal im Brügglifeld gegen Super-League-Vertreter Aarau mit 2:1.

Luzerns Gegner am Pfingstmontag (16. Mai) im Final des Swisscom-Cup im Basler St.-Jakob-Park wird am nächsten Mittwoch zwischen Zürich und den Young Boys ermittelt.

Der Aussenseiter aus der Challenge League steht nach dem hart erkämpften Auswärtserfolg zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte und erstmals wieder nach 1997 im Endspiel der K.o.-Konkurrenz. Möglich gemacht haben es die beiden Tore von Paulo Vogt (24.) und Pirmin Schwegler (31.). Allerdings haftet dem 1:1-Ausgleichstreffer des Brasilianers ein Schönheitsfehler an: Der Flankenball von Christian Schwegler prallte von Vogts Unterarm ins Aarauer Netz, nachdem Aarau-Goalie Oliver Stöckli den Flankenball verfehlt und damit den hochspringenden Luzerner getäuscht hatte. Stöcklis Fehler hatte den Treffer überhaupt erst möglich gemacht.

Die Aarauer müssen sich für die Niederlage an der eigenen Nase nehmen: Einmal mehr -- zum 7. Mal bereits in dieser Saison -- gaben sie einen Vorsprung noch aus der Hand. Schon nach 135 Sekunden lag der Ball im mit 9250 Zuschauern ausverkauften Brügglifeld-Stadion erstmals im Netz: Rainer Bieli profitierte von eingem groben Stellungsfehler Christian Schweglers und schoss den Ball aus spitzestem Winkel zur 1:0-Führung ein. FCL-Goalie David Zibung, der von Trainer René van Eck nach der 1:6-Kanterniederlage in Wil anstelle von Paolo Collaviti ins Tor beordert wurde, sah bei diesem frühen Gegentreffer nicht sehr gut aus.

Zibung und auch Schwegler steigerten sich in der Folge aber massiv und waren mitbeteiligt an der Wende. Schwegler leitete den 1:1-Ausgleich ein, Zibung rettete kurz nach dem schönen Führungstreffer von Pirmin Schwegler gegen Gökhan Inler (34.) mit einer schönen Abwehraktion. Die Luzerner blieben in der Folge die bessere Mannschaft und gerieten erst in der Schlussphase, als das konzept- und ideenlos anrennende Aarau nochmals alles nach vorne warf, in Schwierigkeiten. In dieser hektischen Periode vergab in der 86. Minute der eingewechselte FCL-Stürmer Marinko Jurendic gegen Stöckli die Siegsicherung und musste im Gegenzug zuschauen, wie der blasse Gaetano Giallanza einen Kopfball aus vier Metern über die Latte jagte.

Nach dem Verpassen der Finalteilnahme, die Aaraus missglückter Saison wenigstens noch einen Glanzpunkt verschafft hätte, zeigte sich Trainer Andy Egli bitter enttäuscht: "Ich glaubte, die Mannschaft nach dem 1:7 gegen Thun wieder aufgerichtet zu haben. Aber offenbar hat das nicht genügt. Nun wird es umso bitterer für den Rest der Saison." Nach dem Sieg Schaffhausens am Mittwoch gegen Xamax müssen die Aarauer nun auch noch um den Ligaerhalt bangen.

Nur aus diesem Blickwinkel ist einigermassen nachvollziehbar, weshalb einige Chaoten aus der Aarauer Ecke nach Spielschluss durchdrehten und sich auf dem Spielfeld mit den Ordnern eine wüste Schlägerei lieferten.



 
   
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