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20.04.05
FCZ setzt sich gegen Young Boys durch


Bild Story Der FC Zürich ist am Pfingstmontag, 16. Mai, Gegner von Luzern im Final des Swisscom Cup. Im Halbfinal bezwangen die Zürcher dank zwei Toren von Alhassane Keita und einem Treffer von Daniel Gygax die Young Boys verdient 3:1.

In den Versuch des Berner Sturmlaufs erzielte Keita (86.), der zuvor vier beste Chancen zur Siegsicherung ausgelassen hatte, den Treffer, der die achte Finalqualifikation für die Stadtzürcher sicherte. Der schnelle Stürmer aus Guinea düpierte Marco Wölfli, erwischte den YB-Keeper auf dem falschen Fuss und schob ins leere Tor. Es war der Beginn der Zürcher Feiern am Ende einer lange Zeit zähen Partie.

Dass es im Letzigrund vor knapp 10 000 Zuschauern überhaupt noch einmal spannend geworden war, lag am einzigen Genieblitz der YB-Offensive. Gabriel Urdaneta, der zuvor einzig mit einem Fallrückzieher nach einem Kopfball Alain Nefs auf der eigenen Torlinie aufgefallen war, traf nach einer Faustabwehr Davide Tainis aus rund 30 Metern genau in die rechte hohe Torecke (75.). Das 1:2 des Venezulaners störte die FCZ-Partie aber nur für kurze Zeit. Chancen hatten sich die Berner ansonsten in 95 Minuten keine einzige erarbeitet.

Lanciert wurde die vor Pause erschreckend schwache Partie unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Gygax. Der Schweizer Internationale hatte an der Mittellinie einen Ball mit einem fairen Tackling erobert und Keita auf der rechten Seite lanciert. Dessen Flanke erreichte zwar den gedachten Adressaten Franco Di Jorio nicht, der Abpraller landete aber genau vor den Füssen von Gygax, der aus 14 Metern traf.

Gygax und Keita waren auch in der Folge die dominierenden Figuren auf dem Platz. Nach einem herrlichen Durchspiel legte Gygax überlegt nach links auf den noch besser postierten Keita, der nur noch einzuschieben brauchte (70.). Überhaupt kam Keita nach dem 2:0 dank seiner Schnelligkeit gegen die behäbig scheinende YB-Innenverteidiger praktisch im Minutentakt zu Chancen, die er jedoch in seiner bekannten Manier teils kläglich vergab. Und auch vor dem entscheidenden 3:1 hatte der 21-Jährige zwei ausgezeichnete Chancen, deren Vergeben sich gegen die erschreckend harmlosen Young Boys aber nicht rächte.

In der ersten Halbzeit waren beide Teams (zu) sehr auf die Erfüllung der defensiven Aufgaben bedacht. Die Gäste wagten sich kaum über die Mittellinie, zwei harmlose Freistösse von Gürkan Sermeter waren die einzige Ausbeute der kaum vorhandenen Offensivbemühungen der Berner. Zürich hatte in der Startphase, wohl noch inspiriert vom Feuerwerk der Fans, und unmittelbar vor der Pause durch Keita zumindest angedeutet, ein Tor erzielen zu wollen. Der Stürmer aus Guinea schoss allerdings im ersten Versuch weit daneben (9.) und im zweiten aus spitzem Winkel Goalie Wölfli an (45.).

Im Final kommt es zum fünften Duell zwischen Zürich und Luzern im Schweizer Cup. In den bisherigen Vergleichen setzte sich ausnahmslos das Heimteam durch. Letztmals trafen die beiden Teams im Halbfinal im Frühjahr 2000 aufeinander. Der FCZ siegte nach einer spektakulären Partie 7:2 nach Verlängerung und gewann anschliessend gegen Lausanne den Cup im Penaltyschiessen.



 
   
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